Beneath The Hox: Dublins wikingerzeitliches Herz in der Exchequer Street ausgraben
Das Hoxton, Dublin, steht auf Schichten von Wikingergruben, mittelalterlichen Schätzen und dem Gezeitentümpel, der der Stadt ihren Namen gab. Dies ist die Geschichte der alten Welt unter dem Boden der Lobby.
Wörter: Rebecca Fisher
Dubh Linn: Der schwarze Pool
Wenn das Hoxton in der Dubliner Exchequer Street im November seine Türen öffnet, werden die Gäste in eine über tausend Jahre alte Geschichte eintauchen.
Unter den polierten Böden des restaurierten viktorianischen Gebäudes - dem ehemaligen Central Hotel - verbirgt sich eine Welt voller Entdeckungen: Überreste von Wikingerfesten, mittelalterliche Schätze und das dunkle Gezeitenwasser, das Dublin seinen Namen gab.
Bei Ausgrabungen für die Sanierung des Hotels im Jahr 2023 stießen Archäologen auf große Mengen an Holundersamen, Spuren eines Baumes, der in feuchtem, sumpfigem Boden gedeiht.
Dieser faszinierende Fund bestätigte, worauf der Name der Stadt schon lange hindeutet: dass dieser Teil Dublins einst an ein riesiges Gezeitenbecken grenzte, das sich mit dem Fluss Liffey füllte und leerte.
Der dunkle Schlamm und der Schlick des Tümpels brachten ihm vor über 1.200 Jahren den irischen Namen "Dubh Linn" oder "The Black Pool" ein.
Einst stiegen und fielen die Gezeiten am Rande eines alten Hafens und boten einen sicheren Ankerplatz für Schiffe und damit die Anfänge der Besiedlung.
The Hoxton's neu entdeckte Wikinger-Verbindungen
Zu den eindrucksvollsten Entdeckungen unter dem Hotel gehörten eine Reihe von Gruben aus der Wikingerzeit. Eine davon war voll mit Tierknochen - Schwein, Schaf und Kuh - und bot einen Einblick in ein üppiges Wikingerfestmahl. Diese Überreste zeugen von einer Gemeinschaft, die am Wasser lebte, Handel trieb und feierte.
Ab 790 n. Chr. nutzten die Wikinger den Black Pool als Basis für ihre Langschiffe und als Ausgangspunkt für Raubzüge und Handel. Das Hoxton steht heute an einem Ort, der einst das pulsierende Herz des frühen nordischen Dublins war.
Mittelalterliche Funde
Als die Archäologen tiefer in den Schichten der Stadt gruben, erreichten sie das Mittelalter und stießen auf eine Fülle von Schätzen. Darunter ein Silberpfennig von König Edward I., dem furchterregenden "Longshanks" und "Hammer der Schotten", der von 1272 bis 1307 regierte. Die in London geprägte Münze wanderte wahrscheinlich durch die englische Schatzkammer und wurde in der geschäftigen mittelalterlichen Stadt, die auf die Wikingersiedlung folgte, zur Zahlung von Mieten oder Steuern verwendet.
Neben der Münze befanden sich filigrane Metallbeschläge, Schnallen und Beschläge, die einst die ledergebundenen Pergamentbücher der Dubliner Schatzkammer, dem Verwaltungszentrum der Stadt, zierten.
Fußstapfen der Vergangenheit
Unter dem Hotel haben Archäologen auch die Umrisse frühmittelalterlicher Strukturen gefunden, die von einer Stadt erzählen, die sich langsam von ihren nordischen Ursprüngen löst. Diese Überreste der mittelalterlichen Architektur werden durch Illustrationen und Schautafeln im neuen Hotel interpretiert und bringen den Besuchern das Leben nahe, das einst unter ihren Füßen stattfand. Laut AIME Studios, dem Designteam hinter The Hoxton, Dublin, wird diese Ausstellung auf eine Art und Weise präsentiert, die der Geschichte des Ortes Rechnung trägt und "für Enthusiasten interessant, aber subtil genug ist, damit alle anderen den Raum einfach nur genießen können."
Ein modernes Kapitel mit dem The Hoxton, Dublin
Nach jahrelanger Vorfreude und ein paar pandemiebedingten Pausen eröffnet The Hoxton am 20. November. Der jüngste Spross der Hox-Familie befindet sich im ehemaligen Central Hotel, einem Wahrzeichen, das mit der für die Marke typischen Wärme und dem Stil wiedergeboren wurde.
Essen, Trinken, Bleiben, Entdecken
Im Inneren des neuen Gebäudes herrscht eine unverwechselbare Dubliner Atmosphäre: kreativ, gesellig und mit vielen Geschichten. Die offene Lobby wird von morgens bis abends brummen. Das Dollars, ein von New York inspiriertes Delikatessengeschäft, verwandelt sich nach Einbruch der Dunkelheit in eine natürliche Weinbar, und im Untergeschoss bietet die Cantina Valentina peruanische Küche für den ganzen Tag, während der (bald eröffnete) Nachtclub im Untergeschoss eine unvergleichliche Energie bis spät in die Nacht verspricht.
Und für alteingesessene Dubliner kehrt ein vertrauter Favorit zurück: die beliebte Library Bar, die aufgefrischt wurde, aber immer noch den gleichen Charme der alten Welt versprüht. Die große Geschichte des Dubh Linn geht weiter - kombiniert mit einem großartigen Cocktail und einem illustren Raum direkt im Obergeschoss.