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Berlin

"Modewoche trifft auf gehobene Hausparty": Naomi Tarazis blumige Modeparty

Im siebten Stock des The Hoxton in Charlottenburg, Berlin, steht ein Garten in voller Blüte. Grünes Laub und Sträuße aus violetten Calla-Lilien, Allium und Celosia sonnen sich im gedämpften Licht des Sommerabends, das durch die großen Fenster des Raums hereinfällt. Das Besondere an dem Raum sind jedoch die Schaufensterpuppen, die ihn säumen. Sie tragen Teile wie ein bodenlanges rotes Kleid und verschiedene eng anliegende Oberteile und Miniröcke, die alle mit skulpturalen, blütenblattähnlichen Verzierungen an Ärmeln, Hals und Saum geschmückt sind.

Das sind die in Berlin handgefertigten Designs von Naomi Tarazi, die im Westen der Stadt geboren und aufgewachsen ist. Nach ihrem Abschluss in Mode und Design an der HTW Berlin begann sie mit der Herstellung von Kleidung, weil sie etwas zum Anziehen für Partynächte brauchte.

Einen Tag vor dem offiziellen Start der Fashion Week veranstaltet Tarazi hier im Hox ihre eigene Eröffnungsparty, um ihre Frühjahr/Sommer 2026 Kollektion vorzustellen.

Zwischen den Holzdielen und der vom Jugendstil inspirierten Einrichtung herrscht eine warme und unprätentiöse Atmosphäre, in der sich eher Freunde und Familie tummeln als das typische Modepublikum. "Mein Elternhaus ist gleich um die Ecke", erzählt sie uns. Das Ganze fühlt sich an wie eine gehobene Hausparty, mit einem tätowierten Barkeeper, der Getränke auf der Küchenbank serviert, und Gästen, die sich neben einem Retro-Kühlschrank unter die Gäste mischen.

 

Der Abend verwandelt sich von einer Showroom-/Slash-House-Party zu einer Performance und einer Barsituation, als wir in einen intimen Salon und später in die skulpturale Bar im Erdgeschoss von The Hox geführt werden. Anstelle eines traditionellen Laufstegs präsentiert Tarazi ihre Kleidungsstücke in einer Tanzperformance. Die Models wiegen sich verträumt und mit einer unerwarteten Geschmeidigkeit in den Stücken, wie Blumen im Wind.

 

Es ist ein pulsierender Start in die Berliner Modewoche, die für ihre aufregenden Nachwuchsdesigner bekannt ist. Mit ihrer femininen und dynamischen Kleidung zeigt uns Tarazi, warum.

 

Nach der Show sprachen wir mit der Designerin, mit der wir unsere Westberliner Wohnung teilen, über ihr Label und die Show, die hier im Hox stattfand.

Erzähl uns ein bisschen über deine Marke.

Es hat mir schon immer viel Spaß gemacht, mit Stoffen zu arbeiten und zu sehen, wie unterschiedlich sie sich am Körper anfühlen können. Ich habe die Marke während der COVID gegründet, aber vor etwa einem Jahr habe ich eine ganz bestimmte Art gefunden, mit Stoff zu arbeiten, die mich wirklich anspricht. Meine spezielle Designsprache sind diese organischen Formen, die etwas Besonderes sind. Sie erregen Aufmerksamkeit, wenn du sie trägst, aber sie sind super bequem. Und sie sind schmeichelhaft und ermächtigend, was mir sehr wichtig ist.

 

Was ist die Inspiration für die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2026?

Die Kollektion ist sehr blumig, bunt und lustig. Als ich mich mit Mayila und Maram, der Choreografin und Stylistin der Show, zusammensetzte, dachten wir uns, dass jeder einzelne Look eine Blume repräsentieren sollte, also ordneten wir jeder Farbe eine andere und einzigartige Blume zu, um ihnen eine Hintergrundgeschichte zu geben. Ich wollte, dass es fast wie eine erweiterte Version meiner vorherigen Kollektion ist, mit mehr skulpturalen Stücken, neuen Farben, Details und Formen.

Warum findet die Show hier im Hoxton statt?

Der Ort bedeutet mir so viel, denn mein Elternhaus ist gleich um die Ecke von hier. Da das Hoxton in West-Berlin liegt, wo ich geboren und aufgewachsen bin, schließt sich für mich der Kreis, denn das ist wirklich mein Zuhause.

 

Ich liebe The Hoxton. Es ist die perfekte Kombination aus etwas Neuem und Frischem - sehr schick und trotzdem einladend. Als ich diese Wohnung sah, war sie perfekt, und ich hatte sofort eine Vision. Die Idee war, eher ein Event als einen klassischen Laufsteg zu veranstalten. Also haben wir die Möglichkeiten in der Wohnung abgesteckt und ein Showroom x Performance-Konzept entwickelt, das wirklich gut in den Raum passte.

 

Als jemand, der in der Gegend aufgewachsen ist, was sind deine Lieblingsbeschäftigungen in West-Berlin?

Ich liebe es, in West-Berlin spazieren zu gehen. In der Bleibtreustraße und hinter dem Kudamm gibt es die niedlichsten kleinen Straßen mit Galerien und begrünten Häusern. Die Stadt verändert sich oft so sehr, dass ich gerne in die Gegenden zurückkehre, in denen ich schon als Kind war oder in die ich mit meinen Eltern gegangen bin. Das tröstet mich.

 

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